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Was wirklich wichtig ist

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Ich gehe durchs Haus und schaue mich um. Was ist dir wichtig, frage ich mich. Was ist dir wirklich wichtig? Was würdest du mitnehmen, wenn nur Handgepäck erlaubt wäre? Und was, wenn du auch das noch eindampfen müsstest? Noch vor ein paar Jahren brauchte ich nicht lange nachzudenken, die Antwort war klar: Fotos. Ich hätte Fotos mitgenommen. Heute jedoch sind die Bilder digitalisiert und lagern mehrfach gesichert und gespiegelt auf Servern, die auf der ganzen Welt verteilt sind.  Okay, was soll ich dann mitnehmen? Musik? Ein Buch, vielleicht das Buch der Bücher? Oder ein Totem, der Erinnerungen an besondere Zeiten und Menschen lebendig hält? Ich weiß es nicht. Was nimmt ein Astronaut mit ins All? All das sicher nicht. Neben seiner Ausrüstung sicher nur... nichts! Oder?
Aber wenn das so ist, wenn man eigentlich nichts braucht, warum ist dann die Bude voll mit Zeugs? Wo kommt das alles her? An den Wänden hängen Sachen, die wir uns heute nie neu anschaffen würden. Schlimmer noch - an den …

Geben und nehmen

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Es ist nicht so, dass ich nicht fleißig schreiben würde. Im Gegenteil, gestern zum Beispiel: stundenlanges Getippe - gelöscht. Konfuzius sagt, schreibe nicht im Zorn. Ja ja, Konfuzius sagt auch: Ein Mann, der sich am Hintern kratzt, der sollte nicht an seinen Fingernägel kauen. Ich aber sage: soll er doch kratzen!, ja doch, schreibe in Wut, hau` raus, was dich nervt (du solltest dir anschließend nur genau überlegen, ob du es auch wirklich hochlädst, weil dein Sermon möglicherweiser keine Sau interessiert).
 "Könntest du jetzt bitte mal an deinem Narrativ festhalten, mein Lieber."
 "Bedingt, leider nur bedingt, Myfanwy. Zu schwebenden Verfahren möchte ich mich öffentlich nicht detailliert äußern, noch nicht."

Verstehen wir doch obigen Absatz einfach mal als bookmark und kommen später darauf zurück. Ich jedenfalls habe es jetzt schriftlich und als amtlichen Bescheid: ich liebe das Segeln, oh, für mich ist es sogar eine Liebhaberei.



Die Weltumsegelung von 2004 bis 200…

Läuft bei dir

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Der Anspruch, den ich an meine Arbeit als Goldschmied habe, kann ich kurz und knackig auf folgende Aussage herunterbrechen: Ich möchte mit meiner Arbeit dazu beitragen, diesen Planeten schöner zu machen. Oder, anders ausgedrückt: wenn ich morgens mit der Arbeit beginne, habe ich die nicht ganz unberechtigte Hoffnung, dass am Abend desselben Tages nicht wesentlich mehr verschandelt ist, als zu der Zeit, in der ich den Hammer in die Hand nahm. Allein (aber nicht nur) durch diese Argumentation kann ich den Beruf Goldschmied uneingeschränkt meinen Kindern empfehlen (ich habe noch nie darüber nachgedacht, wie meine Empfehlungen lauten würden, wenn ich z.B. Berufssoldat oder leitender Ingenieur in einem Atomkraftwerk wäre. Aber jetzt, wo ich darüber nachdenke: ich glaube, meine Empfehlungen wären genau so: werde besser Goldschmied, mein Kind!).


Ganz anders mein Verhalten als segelnder Hedonist: wir sind ja eigentlich reine Segler, eher so die sportlichen Typen, die Motorbootfahrer mögen wir…

Rest in peace

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"Brise", "Sunnyside up", "Nordwind" aber auch Blödsinn-Klassiker wie "Unsinkbar II" oder "wahre Liebe II" kursierten bereits als mögliche Namen für die kleine Sangria durch unsere Köpfe. Sollen wir etwa den vorläufigen Namen "Ship Doe" übernehmen? Oder "Pernod", der Name, der noch immer am Rumpf klebt? Wohl kaum. Ich weiß, ich weiß, Schiffe soll man ja eigentlich nicht umtaufen, bringt Unglück. Scheiß drauf, ich kann ja wohl kaum meine Tochter mit einem Schiff loszotteln lassen, dessen Besitzern nicht Besseres eingefallen ist, als es nach Fusel zu benennen.

Von uns hat es bisher keiner ausgesprochen und das war auch nicht nötig, merkwürdig, wir waren uns von Anfang an stillschweigend einig: "Nis Randers" würde zukünftig an keinem unserer Schiffsbuge mehr stehen. Diese Zeiten sind vorbei. Der Name "Nis Randers" steht für einen schönen und sehr intensiven Lebensabschnitt, der seine Zeit hatte und w…

Durch dick und dünn

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Man ist gut beraten, über eine Routine zu verfügen, die es einem erlaubt, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, wenn es einem seelisch mal nicht so gut geht. Das kann z.B. das Ausschütten von Endorphinen durch sportliche Betätigungen sein. Hab` ich versucht, wirkt bei mir auch ganz anständig aber noch besser als Eisen fressen oder laufen ist Schokolade essen. Manche Menschen beten in Krisensituationen oder rezitieren Mantras. Bei mir werden Glücksgefühle erzeugt, wenn ich mein Belohnungzentrum ohne Umwege stimuliere und mir etwas Schönes kaufe. Und wenn das alles nicht hilft, gehe ich auf mein Schiff und segle über das Meer. Da bin ich mir sicher, dass ich zumindest zeitweise aus einem Tief herauskommen kann.

Das Dumme ist nur, dass ich kein Boot hatte, auf dem ich segeln konnte, als es mir vor einem Jahr so schlecht ging, dass nicht einmal mehr Schokolade und das Warenangebot von Amazon mich zu trösten vermochte. Konsequenterweise machte ich mich auf die Suche nach einem käuflich zu erwerben…

Leichter als Luft

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Keine Frage, Ballonfahren ist in Mode, gerade hier im Norden, wo es zu dieser Jahreszeit in der Dämmerung öfter windschwache Zeiten gibt. Die bunten, weithin sichtbaren Kugeln schlurfen gemächlich von a) = definiert (schließlich fahren die Besitzer der Nylonhüllen mit ihrem Landrover zu den Startstellen) zu b) = nicht ohne weiteres vorhersagbar, Hauptsache, die Funke oder das Handy arbeitet und ich bin noch nicht zu besoffen, damit mein Macker mich noch verstehen kann um mich, das Luftschiff und die zahlenden Gäste vom Rübenacker aufzupicken und zurück zu schluren.

Um aufzusteigen und sich vom vermeintlich sicheren Boden zu lösen, nutzen die Ballon-Kapitäne der Lüfte seit jeher das Prinzip "Leichter als Luft". Für den, der sich physisch bewegen möchte, macht es also durchaus Sinn so wenig wie möglich und nur so viel wie nötig mit sich herum zu schleppen. Und dabei spielt es so ganz und gar keine Rolle ob wir uns horizontal (Radtour, Wandern, z.B. auf dem Jacobs…

Wir hauen ab! ist tot - Kairos lebt!

Familienausflug

Wenn einer eine Reise tut,
dann kann er was erzählen.
Drum nähme ich den Stock und Hut
Und tät das Reisen wählen.


„Urian‘s Reise um die Welt“ von Matthias Claudius (1740 – 1815)

Dieses ist der erste Eintrag in dem Blog einer neuen Geschichte. Zeitgleich wurde www.wirhauenab.de zu Grabe getragen und durch kairos-lebt ersetzt. Wer oder was Kairos ist, erklärt sich im Laufe der Entwicklungen.

Seit einigen Tagen nehmen die Planungen für einen gemeinsamen Familienausflug an Fahrt auf. Dieser Blog soll uns ein Tagebuch für die kommenden Ereignisse sein. Familie, Freunde und Interessierte sind eingeladen, an den Vorbereitungen und der Durchführung dieser Aktivität teilzuhaben.

Wir, das sind:
Andrea 41Bernd Alexander 53 Maria 17Mathilda 5Olivia 2  Wir leben in Oldenburg  - Norddeutschland. Von hier aus sind es fünfzig Kilometer bis nach Bremen und fünfzig Kilometer bis zur Küste der oft rauen Nordsee.
Wir arbeiten in einer Gold- und Silberschmiede, Maria besucht das Alte Gy…